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...und die Preise sinken

So viele Nordseekrabben wurden um diese Zeit lange nicht mehr gefangen. Die größten Fänge machen jedoch die Fischer vor der niederländischen Küste. Die Netze der deutschen Krabbenfischer sind weniger voll. Trotzdem aber sinkt sofort der Preis, den jeder Krabbenfischer für seinen Fang erhält. Denn auf dem stark monopolisierten Krabbenmarkt wird der Preis zentral festgelegt und gilt für alle Fischer egal ob ihr Heimathafen in Deutschland, den Niederlanden oder in Deutschland ist. So sank er im Juli bis auf 3,50 € für ein Kilogramm ungepulte Krabben. Angesichts steigender Spritpreise ist solch ein Erzeugerpreis kaum kostendeckend. Auf ein preiswertes Krabbenbrötchen müssen Kunden aber noch ein bisschen warten. Dafür ist der Weg vom Fischer zum Kunden bisher zu lang, so dass sich die Preissenkung zeitlich versetzt auswirken wird. Es sei denn, man kauft den frischen Granat direkt vom Kutter und pult selbst.

Aufgrund ganz natürlicher Ursachen schwankt die Nordseegarnele in ihrem Bestand sehr stark. Wurden in den letzten beiden Jahren der Bestand wahrscheinlich durch den Wittling, der reichlich an der Küste vorhanden war und sehr gerne Krabben frisst, stark dezimiert, scheint die Nordseegarnele sich in diesem Jahr ihrem Fressfeind besser zu entziehen. Zu dem frühen Start der Krabbensaison könnten auch die warmen Wassertemperaturen verantwortlich sein. Nur warum die meisten Nordseegarnelen zurzeit vor der niederländichen Küste gefangen werden, weiß auch die Wissenschaft nicht.

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Kochworkshop für Profi-Köche am 11. Juni 10 - 13 Uhr in Oldenburg

Nordseekrabben sind eine echte Norddeutsche Delikatesse. Je frischer umso besser. Man muss aber gut mit ihnen umgehen, um ihr besonderes Aroma zu erhalten. Deshalb sind unsere “Wattenmeerkrabben” Nordseekrabben aus dem letzten Hol. An Bord wurden sie handwerklich und besonders schonend verarbeitet. Erhältlich sind sie auch nur mit Schale über den Fischhandel Siebrands oder de Beer. Das ist aber kein Problem – auch nicht in der Gastronomieküche, meint Barbara Stadler. Inspiriert von der mediterranen Küche aber auch dem kulinarischen Belgien und Frankreich zeigt sie Rezepte, die die Krabben in Schale glänzen lassen. Oder lässt auch mal die Schalen zur wichtigen Zutat werden. Günter Klever von der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer der Nordsee stellt beim Kochen die Krabbenfischer und ihre Arbeit vor ebenso wie die Idee hinter dem Projekt “Wattenmeerkrabbe”. Die ist nämlich nicht nur handwerklich verarbeitet, sondern auch vollständig rückverfolgbar bis zum Fischer und seiner Fangfahrt. Zum Abschluss des Workshops werden die verschiedenen Krabbengerichte bei einer gemeinsamen Mahlzeit probiert. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter nicole@wattenmeerkrabbe.de.

Ort: VHS Oldenburg, Karlstr. 25, 26123 Oldenburg