Die Krabbensaison beginnt früh

…und die Preise sinken

So viele Nordseekrabben wurden um diese Zeit lange nicht mehr gefangen. Die größten Fänge machen jedoch die Fischer vor der niederländischen Küste. Die Netze der deutschen Krabbenfischer sind weniger voll. Trotzdem aber sinkt sofort der Preis, den jeder Krabbenfischer für seinen Fang erhält. Denn auf dem stark monopolisierten Krabbenmarkt wird der Preis zentral festgelegt und gilt für alle Fischer egal ob ihr Heimathafen in Deutschland, den Niederlanden oder in Deutschland ist. So sank er im Juli bis auf 3,50 € für ein Kilogramm ungepulte Krabben. Angesichts steigender Spritpreise ist solch ein Erzeugerpreis kaum kostendeckend. Auf ein preiswertes Krabbenbrötchen müssen Kunden aber noch ein bisschen warten. Dafür ist der Weg vom Fischer zum Kunden bisher zu lang, so dass sich die Preissenkung zeitlich versetzt auswirken wird. Es sei denn, man kauft den frischen Granat direkt vom Kutter und pult selbst.

Aufgrund ganz natürlicher Ursachen schwankt die Nordseegarnele in ihrem Bestand sehr stark. Wurden in den letzten beiden Jahren der Bestand wahrscheinlich durch den Wittling, der reichlich an der Küste vorhanden war und sehr gerne Krabben frisst, stark dezimiert, scheint die Nordseegarnele sich in diesem Jahr ihrem Fressfeind besser zu entziehen. Zu dem frühen Start der Krabbensaison könnten auch die warmen Wassertemperaturen verantwortlich sein. Nur warum die meisten Nordseegarnelen zurzeit vor der niederländichen Küste gefangen werden, weiß auch die Wissenschaft nicht.

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